NOVA-Unschärfen

Die Unschärfen bei der NOVA-Klassifikation

Natürlich ist die NOVA-Klassifikation (das NOVA-System) nicht vollkommen (wer oder was ist das schon?): Die Einfachheit dieses Systems birgt auch seine Nachteile. Bei Milch und Brot beispielsweise wird kein Unterschied in Sachen Verarbeitungsgrad gemacht. Beim Brot mag das daran liegen, dass es in Brasilien, wo NOVA herkommt, nicht so viele Brotsorten gibt wie in Deutschland. Und vielleicht ebenso wenig ein Nebeneinander von (mehr oder weniger traditionellen) Bäckereien, Industriebäckereien und Back-Discountern. Und auch bei der Milch gibt es viele verschiedene Verarbeitungsgrade (pasteurisiert, homogenisiert, ultrahocherhitzt, um nur ein paar zu nennen) – möglicherweise ist das in Brasilien ebenfalls anders.

Beim Zucker wird die NOVA-Klassifikation zu Recht kritisiert, da Zucker (Kristallzucker und Rohrohrzucker) als gering verarbeitetes Lebensmittel einen NOVA-Score von #2 hat. Damit kann der Eindruck entstehen, dass Zucker gesund ist und bedenkenlos genossen werden kann. Dabei wird den meisten von uns klar sein, dass Zucker ungesund und daher nur in kleinen Mengen zu verzehren ist.

Es ist also wichtig, die NOVA-Konzeption grundsätzlich verstanden zu haben. Mit einer kritischen Herangehensweise, in Verbindung mit Ernährungskompetenz, kann das brasilianische System an die europäischen Verhältnisse im Ganzen und schlussendlich auf jede Familie individuell angepasst werden – es gibt keine Verbote!

Gesunde Ernährung

Mehr zu den theoretischen Grundlagen zu der NOVA-Konzeption und einer prinzipiellen gesunden Ernährung findest du in unserem „Gesunde Ernährung – Das Nova-System in der Praxis“.



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