„Back mal!“ – Der Name ist Programm

Zu Recherchezwecken besuchen wir Familien- und landwirtschaftliche Betriebe.

Mehl, überall ist Mehl.

Als Familie waren wir in der glücklichen Lage mal zu schauen wo unser Mehl herkommt. Unser Mehl kaufen wir schon ziemlich lange aus Einbeck. Erstmals haben wir es bei unserem regionalen Supermarkt vor ein paar Monaten gesehen als es frisch eingelistet worden ist. Diese interessante Art der Verpackung ist im regionalem Sortimentsbereich sofort aufgefallen. Einen kurzen Blick auf das laben und die Herkunft der Mehle brachte uns dann auch gleich zum Kauf. Uns ist es wichtig, möglichst zugunsten der Regionalität und der Qualität auf die Industrieware zu verzichten. Vom Mehl verbrauchen wir monatlich eine ganze Menge und streben nur die beste Qualität an. Unsere Backwaren (Brote, Brötchen, Kuchen, etc.) schmecken nun noch etwas besser, zumindest bekommen wir dies auch als Feedback unserer Gäste, seitdem wir auch das regionale Mehl umgestiegen sind. Hier haben wir einen echten Mengentreiber identifiziert. Was machen wir mit so viel Mehl? Wir backen nahezu alles selber, die Liste ist lang.

  • Brote
  • Brötchen
  • Pizzen
  • Kuchen
  • Kekse
  • etc.

Was haben wir alles gesehen und was durften wir erfahren?

Der Geschäftsführer Hr. Giersemehl hat uns persönlich empfangen, nach einem sogenannten Smalltalk sind wir in das fachliche übergegangen. Wir konnten uns auf Augenhöhe über eine regionale, nachhaltige und gesunde Ernährung unterhalten und dabei den frischen Apfelsaft aus den hofeigenen Apfelbäumen probieren.

Das Unternehmen „Back mal!“ gibt es bereits seit einigen Jahrzehnten, um genau zu sein seit 1970, der Geschäftsführer ist derzeit in der 3. Generation tätig und konnte bereits zukunftsfähige Ideen einbringen. Weitere Ideen sind bereits in der Planung. Traditionell beliefert das Unternehmen das Bäckerhandwerk, das Verkaufsgebiet reicht aktuell bis zu fast 100km Entfernung. Das Unternehmen setzt nicht auf Förderungen und Zuschüssen, sondern ist wirtschaftlich aus eigener Kraft entstanden und stabil am Markt tätig.

In der Gesellschaft, das merkt man daran was die einzelnen Kunden ordern geht der Trend hin zu Dinkelprodukten. Weizenmehle werden zugunsten von Dinkelprodukten immer weniger nachgefragt. Wahrscheinlich denken viele Konsumenten, dass Weizenprodukte ungesünder sind. Wie immer kommt es auf den einzelnen Fall an. Wenn man das volle Korn verarbeitet, also Vollkornmehle kauft (Weizen, Roggen, Dinkel) dann gibt es gesundheitlich keinen Unterschied. Zu den einzelnen Mehlsorten gehe ich an einer anderen Stelle noch einmal ein. Grundsätzlich ist es so, je kleiner die Type-Nummer, desto weniger Nährstoffe hat das Produkt.

Interessant ist das Privathaushalte seit wenigen Jahren die Produkte erwerben können die sonst vielen Jahren zuvor nur Fachbetrieben vorbehalten waren. Wer also seine Baguettes, Mischbrote, oder einfach nur die unterschiedlichsten Mehlsorten in reinster Bäckerqualität kaufen möchte, ist hier an einer guten Adresse. In unregelmäßigen Abständen werden neue Backmischungen kreiert. Im Übrigen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das gekaufte Mehl, oder die Mehlmischung durch die Hände des Geschäftsführers geht, da hier der Geschäftsführer auch selber mit anpackt.

Mehlmischung? Als eine neue Erkenntnis haben wir erfahren, dass die meisten Backbetriebe bereits seit vielen Jahrzehnten gar nicht selber die Zutaten für die Backwaren mischen, sondern fertige Backmischungen beziehen. Die wenigsten Bäcker mischen das Mehl noch selber an. Wer jetzt denkt, dass die Bäckereien im Radius von ca. 100km nun alle die gleichen Mischungen bekommen, liegt falsch. Denn es ist durchaus eine gängige Praxis, dass die einzelnen Kunden individuelle Backmischungen bekommen. Je breiter ein Sortiment bei einem Bäcker ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Backmischungen eingesetzt werden. Die Backmischungen die hier vertrieben werden beinhaltet ausschließlich echten Natursauerteig und regionales Mehl. Zusatzstoffe sind hier Fehlanzeige, das Ziel ist es die Zutatenliste gering zu halten, ganz nach dem Motto => Weniger ist mehr.

Neben der Vermarkung für die Privatkunden in bspw. Lebensmittelgeschäften, besteht auch die Möglichkeit die Produkte direkt im Online-Shop zu erwerben. Meistens kommt nach Aussage von Hrn. Giersemehl die Ware direkt am darauffolgenden Tag beim Kunden bereits an. Im Übrigen durften wir auch einen kurzen Blick auf die Bienen werfen, die dort regionalen Honig produzieren.

„Back Mal!“ strebt an alle Zutaten aus der direkten Region zu bekommen und ist mit „Kostbares Südniedersachsen“ zertifiziert. „Kostbares Südniedersachsen“ ist ein regionaler Erzeugerverband der das Ziel hat die regionalen Produkte und Firmen die dem angehören zu stärken. Diese Vernetzung begünstige die Umsetzungen von innovativen Ideen die Hr. Giersemehl anstrebt. So konnte er bereits Landwirte für einige Ideen gewinnen die beim landwirtschaftlichen Anbau Ideen umgesetzt haben. Wer selbst einmal seine eigenen Ideen umgesetzt hat, weiß dass nicht jede Idee auf Anhieb so funktioniert wie man sich das Ergebnis vorstellt. Schön ist es, dass hier alle am gleichen Strang ziehen. Auch die Idee das Getreide in Bio-Qualität anzubauen, damit die Mehle „Bio-Zertifiziert“ sind, stößt auf offene Ohren. Mal sehen, ob, bzw. viel wichtiger wann hier eine Bio-Zertifizierung ansteht. Wir sind übrigens keine Bio-Verfechter, die Regionalität ist uns als Familie deutlich wichtiger.

Das frisch abgefüllte Mehl, welches wir dann auch gleich gekauft haben, durfte unser 5-jähringer Sohn Ben abfüllen. An dieser Stelle kann angemerkt werden, dass Ben eine 5kg-Tüte fast auf den Gramm genau gefüllt hat => Ein super Augenmaß!

Was ich Dir beim Kauf von Mehl wichtig?

Ist dir bewusst wie viel Mehl Du monatlich verbrauchst?

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